Arbeiten im Home Office - Nachteile und Tipps

03.03.2021 09:43

Home-Office (Teil 2) - Vorsicht vor diesen versteckten Gefahren

Berlin, 03.03.2021. Homeoffice bietet allen Beteiligten wertvolle Vorteile (mehr dazu im office-4-sale Blogbeitrag zum Thema Home Office - Teil 1). Doch es gilt auch einige Gefahren und Stolperfallen zu bewältigen. Es kommt auf die richtige Strategie an. Auf welche Herausforderungen sich jeder schon vor dem Antritt von Homeoffice einstellen sollte, wird in diesem Blogbeitrag erläutert.

Home Office Büromöbel

Vermischung von Arbeit und Privat

Gerade Menschen, die noch unerfahrenen im Arbeiten von zu Hause aus sind, haben oft Schwierigkeiten, die Arbeit vom Privatleben zu trennen. Ohne Arbeitsweg und örtlichen Wechsel verschwimmen die Grenzen. Wenn diese beiden Lebensbereiche immer wieder gleichzeitig Aufmerksamkeit fordern, leidet der telearbeitende Arbeitnehmer darunter. Weder ein effizientes Arbeiten noch unbeschwertes Privatleben sind möglich, wenn die klare Trennung fehlt.

Tipps, um gezielt zu differenzieren:

Ein Arbeitszimmer mit einem professionell ausgestatteten (Schreibtisch kann helfen, eine fühlbare Grenze zum Privaten zu ziehen. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um einen eigens als Arbeitszimmer konzipierten Raum mit entsprechenden Büromöbeln handeln. Es ist auch effektiv, ein beliebiges Zimmer zeitweise zum Arbeitsplatz zu bestimmen und es auch so zu behandeln und einzurichten. Das kann auch bedeuten, dass Zutrittsregeln abgesprochen werden und Kleidung getragen wird, die auch fürs Büro geeignet wäre. Während der Arbeitszeit - die eindeutig festgelegt und in der Familie kommuniziert werden sollte - ist keine Zeit für Privates. Kleinigkeiten wie die Annahme eines Paketes können hin und wieder nebenbei erledigt werden, doch Freunde zu empfangen ist tabu.

Drohende Vereinsamung am Heim-Arbeitsplatz

Wenn über längere Zeit ausschließlich von zu Hause aus gearbeitet wird, fehlt nicht nur der stressige Teil des Bürolebens. Der direkte Kontakt zu Kollegen und Vorgesetzten fällt weg. Das kann schon den Zugriff auf Dokumente und Ähnliches erschweren. Doch das Fehlen von ungezwungenen Kontakten wie beim Kaffeeplausch in der Pause ist eine ebenso große, aber verborgene, Gefahr. Auf Dauer kann die Arbeit allein das Gefühl der Einsamkeit aufkommen lassen. Das schadet dem Wohlbefinden und zusätzlich der Arbeitsqualität.

Tipps gegen die Vereinsamung:

Kontaktmöglichkeiten wahrnehmen! Regelmäßige virtuelle Meetings wie Videokonferenzen helfen, mit den Kollegen verbunden zu bleiben. Dabei kann es sinnvoll sein, ganz gezielt vor dem Geschäftlichen kurz Smalltalk zu halten. Auch ein gemeinsames Mittagessen lässt sich per Videochat realisieren. Statt eine E-Mail zu schreiben, kann es im Homeoffice öfter ein Telefonanruf sein. Generell ist es empfehlenswert, den Arbeitstag gut zu planen. Das verbessert nicht nur die Effizienz, sondern lässt auch weniger Gelegenheiten, sich einsam zu fühlen. Nach Feierabend sollte definitiv Zeit für etwas gefunden werden, das Spaß macht. Dabei kann es sich um verschiedenste Hobbys handeln oder um einen gemütlichen Abend mit der Familie.

Umgang mit eigenen und fremden Vorurteilen zu Homeoffice

Gerade wenn nur ein Teil der Mitarbeiter im Homeoffice arbeitet, kann das Nährboden für unfaire Vorurteile sein. Manchen Telearbeitern wird fehlendes Engagement vorgeworfen oder ihnen wird Arbeitsunwilligkeit unterstellt. Selbst wenn die Kollegen keinerlei solche Missgunst hegen, kann allein die Angst vor möglichen Verurteilungen sich negativ auf das Verhalten der Mitarbeiter im Homeoffice auswirken. Besonders groß ist hier die Gefahr der versteckten Mehrarbeit. Unbewusst wird übermäßig viel gearbeitet, um als wertvoll oder engagiert wahrgenommen zu werden.

Tipps, um sich Vorurteilen entgegenzustellen:

Um solche Probleme von vornherein zu vermeiden, gilt es, sich „sichtbar“ zu machen. Das heißt, Kommunikationswege anbieten und offenhalten sowie klare Verfügbarkeitszeiten absprechen und einhalten. Dadurch wird das Problem des Abstands von den Kollegen an der Wurzel bekämpft. Zusätzlich sollte immer wieder Feedback eingefordert werden, sodass der Fluss der Arbeit kontrolliert wird nicht zu wenig oder zu viel auf einmal gearbeitet wird.

Ablenkungen im Home Office

Zu Hause ist Ablenkung allgegenwärtig. Auch im Büro gibt es Ablenkungen, doch zu Hause haben sie eine ganz neue und vor allem andere Dimension. Sie sind persönlicherer Natur und es fällt schwerer, sie auszusperren. Internet, Nachbarn, Kinder und Haustiere sind stets präsent und verlangen Aufmerksamkeit.

Tipps, um Ablenkungen zu vermeiden:

Es gelten ähnliche Regeln wie fürs Trennen von Arbeit und Privat. Potentielle Ablenkungen von Anfang an auszusperren, ist ein großer Schritt. Das passiert vor allem, indem vor Arbeitsantritt entschieden wird, was nicht zur Arbeit gehört und bis Feierabend warten muss. Sich selbst realistische Regeln zu setzen, ist unabdingbar.

Die Grundlage für Homeoffice bildet in jedem Fall eine gute, offene Kommunikation zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Solange der stetige Dialog gesichert ist, wird die passende Regelung gefunden werden. Dabei ist es individuell unterschiedlich, ob Arbeit im Büro, im Homeoffice oder eine alternierende Option die beste ist.

Bildquellen

  • pixabay.de

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